Basteltipps für Sternfreunde |
Blendschutz
am Okularauszug
Ich möchte eine Blende
beschreiben, wie ich Sie an meinen Teleskopen benutze, um bei der Beobachtung
beide Augen geöffnet zu halten.
Die Blende besteht aus schwarzem
Bastelkarton mit den Abmessungen 30 x 15 cm. In der Mitte ist ein Loch
von 31 mm Durchmesser, also so groß, dass ein 1 1/4" Okular schließend
hindurch passt.
Der Karton wird etwa 8 cm von den jeweiligen Ecken Richtung Mittelpunkt 7 cm tief eingeschnitten
(links unten im Bild).
Im nächsten Schritt wird der Karton an den Schnittlinien ca. 1 cm überlappt wieder mit Bastelkleber zusammengeklebt (links oben). Hierdurch wird die Blende
rundlich und bietet besseren Schutz vor seitlichem Lichteinfall.
Da der Karton durch das Zusammenkleben an den Nahtstellen etwas beult, klebt man noch einen ca.
2 cm breiten Streifen darüber, weil sonst Streulicht den Nutzen der
Blende zur Nichte macht (rechts oben).
Jetzt wird der überstehende Rand der Blende abgeschnitten und die Form wieder angepaßt (rechts
unten).
Auf die Unterseite der Blende klebt man einen Ring von ca. 1-2 cm Breite mit ebenfalls 31 mm Innendurchmesser zur Verstärkung.
Das Okular wird in die Bohrung der Blende gesteckt und dann mit der Blende in den Okularauszug. ..Bastelvorlage..

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Teilkreise für einfache Teleskopmontierungen (Kaufhausteleskope)
Besitzer einfacher Teleskope
(Tasco, Dörr, EQ xx etc.) mit parallaktischer Montierung wissen, dass
diese Montierung zu schwach und die Teilkreise kaum zu gebrauchen sind,
da die Teilung zu grob und häufig nicht gleichmäßig aufgetragen
ist. Dennoch sind diese sehr verbreitet. Ich selbst habe auch vor vielen
Jahren mit einem 4,5" Spiegelteleskop dieser Bauart erfolgreich beobachtet.
Um schwache Nebel und Galaxien
zu finden, habe ich mir andere Teilkreise an die Montierung gebaut.
(Bild links der Teilkreis an der Stundenachse)
Diese Teilkreise möchte
ich hier beschreiben.
Das Grundprinzip ist, dass
die Differenz der Koordinaten in Rektaszension (Länge) und Deklination
(Breite) zu dem zu beobachtenden Nebel und einem hellen Stern in der Nachbarschaft
bestimmt wird, um die Differenz an den neuen Teilkreisen einzustellen.
| Beispiel: |
Eta
Her |
16h
43m |
+38,92° |
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M92 |
17h
17m |
+43,14° |
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Differenz |
34m |
4,22°= 4°13´ |
Das Teleskop wird zunächst
grob auf den Himmelspol eingestellt. Es reicht, wenn der Polarstern in
der Gesichtsfeldmitte des Fernrohres steht. Die Deklinationsachse wird
zuvor auf 0° eingestellt, um die optische Achse ungefähr parallel
zur Stundenachse auszurichten. Der Stern Eta Herculis wird
im Teleskop aufgesucht und die Zeiger der neuen Teilkreise werden auf 0
gestellt. Die Differenz wird dann über die Teilkreise abgetragen.
Da die Teilkreise an meinem Teleskop eine ungerade Teilung hatten, mußte
ich die Einstellung unterbrechen und den Zeiger bis 0 weiter schieben. Um die Teilung der Teilkreise zu ermitteln, habe ich zunächst Pappscheiben ohne Teilung an den Lagerböcken
befestigt und die Zeiger auf die Achsen gesteckt. Dann habe ich die Sterne
Beta und Gamma Delphini anvisiert und die Stellung der Zeiger auf den Pappscheiben
markiert. Aus der Differenz der Koordinaten (s. Beispiel), ist der Abstand
der Markierungen zu berechnen und die Teilung entsprechend zu bestimmen. Auf dem Foto ist ausserdem noch eine zusätzliche Polhöheneinstellung und eine verbesserte
Klemmung zu erkennen. |
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Sonnenvisier
 Durch die Teilnahme am Sonnenbeobachtungsprogamm "InterSol" der Volkssternwarte Paderborn beobachte ich sehr oft unseren Zentralstern. Dafür habe ich mir wiederum aus Alu-Profilen eine kleines Sonnenvisier gebaut, wie im rechten Bild gezeigt.
Das Sonnenlicht, was durch das Loch der vorderen Blende fällt, muss symetrisch um den schwarzen Punkt auf dem hinteren Blech einfallen. Dann ist das Teleskop auf die Sonne eingerichtet.
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Der
Peilsucher
dient zum
Aufsuchen der Gestirne. Dabei spiegelt sich der Glühfaden einer Glühbirne
in einer Meniskuslinse. Die Basis ist ein Alu-Vierkantprofil 16 x 16 mm
und 170 mm Länge. Die "Scheibe" zur Reflexion des Glühfadenbildes
als Peilmarkierung ist ein Meniskus mit 60 mm Durchmesser, der mit einen
20 x 20 mm Alu-Winkelprofil in der senkrechten und waagerechten Achse zum
justieren verstellbar ist. Für die senkrechte Verstellung ist der
Winkel mit einer Flügelmutter geklemmt. Zum Transport wird der Meniskus
zur Mitte klappt und liegt dann an dem Gehäuse für die Elektrische
Schaltung an. Die waagerechte Verstellung erfolgt mit der Flügelmutter
oben auf den Winkel. Als Gelenk dient dabei ein Blindniet. Der Meniskus
selbst wird von einem Kunststoffring gehalten.
Das bereits erwähnte
Gehäuse für die Glühbirne und den Schaltungselementen besteht
aus zwei 20 x 20 mm Winkelprofilen mit einer Länge von 65 mm. Die
Winkelprofile sind zu einem Vierkantgehäuse miteinander verschraubt.
Links sind der Ein-Aus-Schaltung und der Helligkeitsregler zu sehen. Die
Batterien sind in konventionellen Kunststoffgehäusen untergebraucht.
Die Beschreibung der Schaltung erübrigt sich, weil sie veraltet ist
und heute mit einer Leuchtdiode einfacher aufgebaut ist. Der hintere aufgestellte
Winkel dient zur korrekten Peilung und enthält in der Höhe des
Mittelpunktes des Meniskus (80 mm von der Unterkante der Füße)
einen 5mm Bohrung. Der Winkel ist auch klappbar. Der auf dem Basisprofil
geklebte Filz verhindert Blendung durch Spiegelungen der Glühbirne.
Befestigt wird der Sucher mit einer M5 x 40 mm Rändelschraube. Im
Bild ist das U-Profil auf den Refraktor zu sehen. Als
Markierung des Suchers spiegelt sich der Glühfaden in dem Meniskus.
Im Bild links ist die Markierung unscharf, weil die Fokusierung beim fotografieren
nicht möglich war. Tatsächlich ist diese etwa halb so groß. Das Bild rechts zeigt den Peilsucher als Sonnenvisier.
Störend ist der breite Rand der Kunststofffassung des Meniskus. Die Fassung werde ich möglicherweise noch mal ändern.
Anstatt des Meniskus dürfe eine normale Glasscheibe auch ausreichend sein. (Die kleine Glasplatte
in dem Einschraubgehäuse einer Schmelzsicherung dürfte genau das richtige sein). Die Beschaffung des Meniskus wird vermutlich unmöglich sein. Ich habe ihn damals vom Verfasser des erwähnten Orion-Artikels bekommen.
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Der Bau eines Foucault-Testers
Freunde von mir haben sich Teleskopspiegel selbst geschliffen. Ich habe ihnen dafür die Foucault-Messgeräte gebaut, mit dem die Oberflächengenauigkeit eines Spiegel geprüft werden kann.
Die Fotos zeigen das Messgerät in verschiedenen Ansichten. Es handelt sich bei dem Material, wie bei meiner Reisemontierung auch, um Reste von Alu-Platten die im Vorrichtungsbau eingesetzt werden. Die Bewegung der Messschneide erfolgt über einen Kreuzschlitten. Die Schlittenführungen bestehen aus Hydraulikrohren deren Außendurchmesser relativ genau ist. Dadurch konnten die Bohrungen in den Schlittenführungen mit einem 11,7 mm Bohrer und einer 12 mm Reibahle (Toleranz H7) auf einer einfachen Ständerbohrmaschine gebohrt werden.
Die Stellschrauben bestehen aus einen Stück M6-Gewindestange mit einem Kunststoffgriff. Das M6-Gewinde hat eine Steigung von 1mm, dadurch bewegen sich die Schlitten bei einer Umdrehung des Griffstücks um einen Millimeter. Die Messstrecken lassen sich so genau abfahren. Die Beschreibung des Messverfahren finden Sie hier und hier.
Weitere Details zum Bau auf Anfrage.
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Foucault-Prüfbild eines perfekten Spiegels
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Die Fokusier-Lehre
Bei der Tagbeobachtung der Planeten ist es wichtig, das Teleskop zuvor scharf einzustellen. Das Planetenscheibchen ist sonst sehr groß und von der Leuchtkraft entsprechend schwach. Das Auffinden ist so sehr schwierig. Da man aber keinen Anhaltspunkt für die Scharfeinstellung hat, Bäume und Häuser der Umgebung sind nicht weit genug entfernt, habe ich mir eine Lehre gefertigt, die zwischen dem Okularauszug und Oklularklemmring gehalten wird. Ich drehe den Okularauszug soweit ein, bis die Lehre genau dazwischen passt.
Der untere Bereich der Lehre ist für ein Zenitprisma mit Okular.
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Die
Beobachtungshandschuhe
Für die kalten winterlichen
Beobachtungsnächte hat mir meine Mutter spezielle Handschuhe gestrickt.
Die Finger und der Daumen sind abklappbar. Dadurch kann ich die Okulare
und Filter sicher greifen. |