|
Interview im WDR-Fernsehen zum aktuellen Sommerhimmel
Im August 2003 wurde ich im Rahmen einer Berichterstattung über das Planetariumsprojekt für Ostwestfalen-Lippe vom WDR eingeladen, Fragen zum aktuellen Sternenhimmel zu beantworten. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich zunächst gemeinsam mit Passanten an meinem Reiseteleskop die Sonne beobachtet. Dann durch "die Maske" und kurze Regieanweisungen. Mit großer Nervosität meinerseits wurde in der Sendung über Sternschnuppen und vor allem auch über die gute Marssichtbarkeit gesprochen. Es war spannend zu sehen, wie und mit welchem Aufwand eine Livesendung gemacht wird.
Planetenbeobachtungen mit Schulklassen in Enger und Delbrück
Ich wurde im März 2004 mit einigen anderen Hobbyastronomen und Mitgliedern der Planetariumsgesellschaft OWL e.V. von verschiedenen Schulen eingeladen, um mit einigen Schülern unterrichtsbegleitend den Sternenhimmel zu beobachten. Die Gelegenheit, möglichst viele Planeten am Abend zu sehen, war zur der Zeit besonders günstig, da nach Einbruch der Dunkelheit alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten am Firmament zu sehen waren.
Tief am Westhorizont stand der schwer beobachtbare Merkur. Ihn zu finden, war die erste Herausforderung für die Schüler. Etwas höher über dem Horizont stand der hellste Planet des Abendhimmels und damit nicht zu übersehen, die Venus. Im Teleskop erschien sie uns als "Halbvenus".
Der Mars stand in ihrer Nähe, war aber mittlerweile durch seine große Entfernung zur Erde längst nicht mehr so eindrucksvoll wie im Vorjahr. Als der "Renner" unter den Planeten erwies sich bei den sehr interessierten und aufmerksamen Schülern aber der majestätische Ringplanet Saturn. In den Teleskopen waren zahlreiche feine Details im Ring und auf den Planeten selbst erkennbar. Häufig hörte man ein leises "Cool". Aber auch der Mond ist immer einen Blick wert. Die Krater und Mare, die sich im Teleskop zeigten, sorgten ebenfalls für großes Staunen. Beim Riesenplaneten Jupiter waren es die hellsten Monde und die dunklen Wolkenbänder, die sofort beim Anblick durchs Teleskop auffielen.
Als fast einmaliges Erlebnis für viele war dann noch der Überflug der Raumstation ISS zu verfolgen, die in ca. 380 km Höhe in nur einer Minute über Deutschland raste.
Für die Schüler waren es lohnende Abende wie viele meinten.
In Delbrück waren die friedlichen Absichten der "Sternfreunde" in dunkler Nacht nicht allen Zeitgenossen klar, dies bewies abschließend der Besuch der Polizei, die gerufen worden war um nach dem Rechten zu sehen. Aber auch die Besatzung des Streifenwagens ließ der Anblick der großen Planeten und des Mondes erstaunen. Es macht mir immer wieder sehr viel Freude, Menschen auf diese Weise für die Astronomie zu begeistern.
Mondfinsternis-Party in Bad Lippspringe
Anlässlich der totalen Mondfinsternis am 04.05.2004 veranstaltete die Planetariumsgesellschaft OWL einen öffentlichen Beobachtungsabend, an dem ich mich mit meinem großen 150er Schaer-Refraktor beteiligte. Ich habe dazu die mobile Säule, die ich Anfangs genutzt habe, wieder reaktiviert. Insgesamt 9 Teleskope verschiedener Größe und Ausstattung standen zur Verfügung.
Das Wetter war leider sehr mäßig. Nur einzelne Wolkenlücken ließen in der Abenddämmerung den Blick zu den Planeten zu. Allen voran stand die Venus. Die schmale Sichel erinnert viele Besucher an den Mond. Jupiter begeisterte mit seinen vier galileischen Monden und den Wolkenstrukturen. Saturn jedoch hielt sich hartnäckig hinter den Wolken.
Gegen 22:45 Uhr kam dann endlich auch der verfinsterte Mond hinter den Wolken hervor. Die Beisterung bei den Gästen wuchs. Der Mond zeigte sich in verschiedenen Farben von dunkelgraue über rötliche zu graubraune Zonen. Im Teleskop traten die Strahlenkrater Tycho und Aristarch besonders hervor. Für viele ein überwältigender Anblick.
In dem Restaurant spielt eine Live-Band zum Tanz auf. In den Pausen gab es einige Wortbeiträge zum Planungsstand des Planetariumsprojekts.
Beobachtungsforum anlässlich des Venustransit am 08.06.2004
Zu diesem einmaligen Ereignis veranstaltete die Planetariumsgesellschaft in Bad Lippspringe ein Beobachtungsforum. Bei strahlem Wetter und guter Laune begangen wir um 6:30 Uhr MESZ mit dem Aufbau der Teleskope. Auf meiner Reisemontierung wurde ein Zeiss-Refraktor mit eine Coronado-Filter zur H-Alpha-Beobachtung befestigt. Ab 07:10 Uhr erwarteten wir mit voller Spannung den ersten Kontakt. Wer sieht zuerst die Delle am Sonnenrand? Langsam schob sich in den folgenden Minuten die Venus vor die Sonne. Die ersten Gäste bestaunten mit uns das kosmische Geschehen.
Im Laufe des Vormittags kamen viele Kurgäste und Schulklassen zu dem Forum, um dieses seltene Ereignis zu bestaunen. Die Projektion des Sonnenbildes auf einen weißen Schirm ermöglichte die Beobachtung in der Gruppe und es war sehr einfach Erkärungen zum Geschehen zu geben.
Gegen 13:06 Uhr erwarteten wir den 3. Kontakt, bei dem der Sonnenrand vor dem Austritt wieder von der schwarzen Venus berührt wurde. Wie würde sich die Venusatmosphäre zeigen? Wird ein bläulicher Saum sichtbar, der durch die Brechung des Sonnenlichtes entstehen könnte? Am Morgen, als die Sonne noch nicht hoch über dem Horizont stand, konnte ich dieser Phänomen nicht beobachten. Auch jetzt konnte ich diesen Effekt visuell nicht erkennen. Gegen 13:30 Uhr bauten wir mit dem Aufzug einiger Wolken unsere Teleskope wieder ab.
Beobachtungstreff in Gütersloh
Aufgrund einer Einladung des Aktionskreis Junge Familien im Pastoralverbund Avenwedde-Friedrichsdorf haben wir in der ersten Oktoberwoche 2007 einen Beobachtungsabend angeboten.
Trotz einer unsicheren Wettersituation entschlossen wir uns am Freitagnachmittag (05.10.) zur Beobachtung. Zu Beginn war der Himmel zu ca. 3/4 bedeckt. Jupiter mit drei seiner Monde waren zu beobachten. Es zog dann aber leider weiter zu. Nur einzelne kleine Wolkenlücken gaben den Blick zu den Sternen frei. M57 (Ringnebel im Sternbild Leier) war beispielsweise für wenige Minuten in den Teleskopen zu sehen. Durch die vielen Fragen, besonders der Kinder, wurde uns die Zeit dennoch nicht lang! Bis ca. 21:30 Uhr waren alle Besucher gegangen. Die Teleskope wurden eingepackt und bei einem Becher Tee noch etwas geklönt. Es kam wie es kommen musste.... Als wir um ca. 22:00 Uhr aus dem Haus kamen, war der Himmel mit besten Bedingungen (Grenzgr. 5,1m!) wieder frei. Wir entschlossen uns trotzdem zur Heimfahrt. Parallel zur Beobachtung hatten wir uns für die Kinder einen kleinen Wettbewerb überlegt."Wer von den Kinder findet das witzigste Sternbild?" Die Kinder sollten ein neues Sternbild nach ihrer eigenen Phantasie suchen und möglichst protokollieren.
Herzlichen Dank sagen wir Allen, den Besuchern für ihr Verständnis, der Fam. Stickling für Ihre Gastfreundschaft, dem Veranstalter für eine sehr gute Organisation.
Sternennacht mit dem Familienkreis Verl
März 2008 Den ganzen Tag hatten wir das Wetter mit Spannung beobachtet. Dicke Wolken und starker Wind bestimmten das Bild. Am Nachmittag lockerte die Bewölkung jedoch auf und die Sonne ließ sich immer häufiger sehen. Gegen 17:00 Uhr entschieden wir uns mit viel Unsicherheit zur Beobachtung, den Laptop für einen Vortrag im Saal in der Hinterhand.
Mit Beobachtungsbeginn um 19:30 Uhr verbesserte sich das Wetter stetig und der Wind hatte sich gelegt.
Zu Beginn gaben wir einen Überblick über den Sternenhimmel. Durch den Halbmond war die Orientierung einfach, den nur die hellsten Sterne waren zu sehen. Mit dem Blick auf den großen Wagen begann der Spaziergang über den Sternenhimmel mit einem Exkurs in die griechische und römische Mythologie.
Für die anschließende Teleskopbeobachtung standen ein 10" Dobson, ein C8 und ein Refr. 100/600mm bereit. Der Mond, Mars und Saturn waren die Stars.
Die bizarre Oberfläche des Mondes erregt das Herz der jungen Forscher. Die glitzernden Gipfel der Mondberge an der Tag-Nachtgrenze (Terminator) ließen erkennen, das der Mond keine Atmosphäre hat. Rillen, Ringgebirge und die Frage nach der Entstehung der Krater erweckten die Aufmerksamkeit der Besucher.
Der Saturn mit seinem prächtigen Ring fand natürlich auch großes Interesse. Der Ring wird immer schmaler und die Cassiniteilung ist schwieriger erkennbar. Titan stand nur fünf Saturndurchmesser westlich. Der Laptop liefert die nötigen Informationen zur Identifizierung des Saturnmondes.
Beim Mars war es allerdings selbst im 10" Dobson schwierig, Details zu erkennen.
Trotz des Mondlichtes war es möglich, in 100er Refraktor die Galaxien M81 und M82 im Großen Bären zu erkennen. Parallel dazu wurde im C8 das Galaxienpärchen M65 und M66 beobachtet. Im 10" Dobson brillierte der Doppelsternhaufen h + x zwischen den James Bond der Antike, Perseus und dem Sternbild der äthiopischen Königin Cassiopeia.
Bei nur 4°C beendeten wir den Beobachtungsabend gegen 22:30 Uhr mit einer Tasse heißen Tee.
Wir danken allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, insbesondere auch den Besuchern für ihre interessanten Fragen.
Weltraum-Quiz für Kinder / Ausstellung in der Volksbank
Zur Sparwerbewoche 2004 die gleichzeitig auch Auftakt eines Malwettbewerbs war, wurde ich eingeladen, das Thema "Flieg mit zu den Sternen" im Namen der Planetariumsgesellschaft OWL fachlich zu begleiten. Ich habe hierfür mein Reiseteleskop, sowie verschiedenen Karten und Poster als Ausstellungstücke zur Verfügung gestellt. Für die Kinder gab es ein Quiz, mit dem es einige interessante Preise zu gewinnen gab. Versuche es selbst!
|